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Viele Erkrankungen beim Hund werden nicht sofort richtig erkannt - oder aus Unwissenheit falsch diagnostiziert.

Heute gibt es viele unterschiedliche Erkrankungen durch Zecken, hier bei uns (Babesiose, Erlichiose, Anaplasmose..usw.)

Es ist wichtig, gut informiert zu sein über sogenannte Mittelmeerkrankheiten und heimische Erkrankungen !

Es gibt in Deutschland / Frankreich / Schweiz viele Erkrankungen die als Mittelmeerkrankheit bezeichnet werden,

jedoch schon seit vielen Jahren bei uns bestehen und durch die Zeckenpopulation deutlich zunehmen.

Und Bakterien, die sich z.B. im Frühjahr in warmen Pfützen vermehren und zur Krankheit führen können

z.B. Leptospirose

 

 

SCALIBOR Protector Halsband für Hunde:   

 

(z.B. als Schutz für alle Hunde die mit ihren Menschen in den Süden reisen )

 

Antiparasitikum gegen Floh- und Zeckenbefall und zur Leishmaniose-Prävention

Wirkstoff: Deltamethrin. Der Wirkstoff wird kontinuierlich vom Halsband in das Fell und den Haut-Fettfilm abgegeben 

und breitet sich über die gesamte Hautoberfläche aus. Es wird nicht durch die Haut resorbiert, 

d.h. gelangt nicht in den Organismus des Hundes.

Indikation:
- zur Verhinderung von Infestationen mit Flöhen (Ctenocephalides felis) während 4 Monaten
- zur Verhinderung von Infestationen mit Zecken (Ixodes ricinus, Rhipicepahlus sanguineus) während 6 Monaten
- zur Verhinderung des Blutsaugens durch die sogenannte "Sandfliege" (syn. Schmetterlingsmücke = Phlebotomus perniciosus) 

für die Dauer von 5 - 6 Monaten. Sandfliegen übertragen beim Blutsaugen die Erreger der Leishmaniose.

 

Anwendung: Das Halsband kann ab einem Alter von 7 Wochen eingesetzt werden. Es riecht nicht stark und pudert nicht. 

Gelegentlicher Kontakt mit Wasser beeinträchtigt die Wirkung des Halsbandes nicht. 

In seltenen Fällen können Überempfindlichkeit zu lokalen Hautveränderungen und Haarausfall führen. 

Dann sollte das Halsband wieder abgenommen werden.

 

!!!!!!  Bei Hunden mit MDR1-Defekt oder der Möglichkeit eines solchen (häufig betroffen die Rassen Kurzhaar- und Langhaar-Collie, 

Shetland Sheepdog, Australian Shepherd, Border Collie, English Shepherd, Longhaired Whippet, McNab-Hütehund, 

Old English Sheepdog (Bobtail) und Silken Windhound) bitte wegen Überreaktionen auf bestimmte Wirkstoffe im Zweifel 

Rücksprache mit dem Tierarzt halten, welcher Zeckenschutz der richtige für Ihren Hund ist. !!!!!!!


Für Katzen kann der Wirkstoff Permithrin tödlich sein.
!!!!!!!!!!

 

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Leishmaniose

 

Ursache: Die Erreger (Leishmanien) werden durch den Stich der Sandmücke übertragen. 

Es gibt mindestens 9 verschiedene Unter-Arten der Erreger die mehr oder weniger krankheitserregend sind. 

Nicht alle Unter-Arten kommen in den gleichen Regionen vor. Die Leishmanien äussern sich über die Haut, 

befallen jedoch die inneren Organe. Sie befinden sich in den Zellen von Leber, Milz und Knochenmark 

in den weissen Blutkörperchen und schädigen das Immunsystem.

Wie sich die Leishmaniose als Symptom zeigt, ist oft auch Region abhängig ( v. a. Hautläsionen und Fellverlust )
Vorkommen: Die Sandmücke gibt es in allen mediterranen Ländern, in Regionen von Tunesien, Griechenland, 

Türkei, Portugal, Südfrankreich, Spanien, Kanaren, Sizilien, aber auch in Deutschland (bisher nur Baden-Württemberg) 

und der Schweiz. Die Sandmücken sind nur von Frühling bis Spätsommer unterwegs, vermehrt im August und September. 

Sie sind windempfindlich, nicht direkt am Meer zu finden und sie fliegen auch nur nachts, nach Sonnenuntergang 

bis vor Sonnenaufgang. Die Mücken können sowohl von Tieren als auch durch Menschen oder mit dem Reisefahrzeug 

eingeführt werden.
Prophylaxe: Eine vorbeugende Impfung gibt es derzeit nicht. SCALIBOR- ein hochwirksames Halsband für Hunde 

dient als einzig wirksamer Schutz vor Stichen der Sandmücke. Der Wirkstoff verteilt sich in etwa 14 Tagen über den Körper 

und wirkt etwa 6 Monate lang, schützt auch vor anderen Parasiten. Bei Reisen in Mittelmeerländer 

sollte es dem Hund ca. 14 Tage vorher angelegt werden. Sie sollten den Hund nachts nicht im Freien 

oder im Auto schlafen lassen und Fenster können mit dünnmaschigen Moskitonetzen verhangen werden.
Erkrankung bei Menschen: Im Mittelmeerraum sind viele Menschen infiziert (in Südfrankreich schätzt man 

30-40% der Bevölkerung), auch viele Touristen werden jedes Jahr neu infiziert, ohne es zu bemerken 

oder je ein Symptom zu zeigen. Ernste Gefahr für einen Ausbruch der Krankheit besteht für Säuglinge, 

schwer kranke Menschen oder Menschen mit einer Immunschwäche.
Erkrankung bei Hunden: Ob ein Hund erkrankt hängt mit mehreren Faktoren zusammen, 

-vom Leishmania Stamm (der mehr oder weniger krankmachend sein kann), 

-vom Immunstatus und Alter des Hundes (gesunde, junge Hunde können die Infektion besser bekämpfen), 

-von der Hunderasse (einige Hunderassen sind in südlichen Ländern stärker anfällig z.B. Husky, Schäferhunde und Bobtail). 

Hunde die in Leishmaniose-Gebieten aufwachsen und leben, haben sich oft mit der Krankheit auseinandersetzen müssen, 

ihr Immunsystem ist stabiler und sie haben einen natürlichen Immunschutz erworben. 

Sie zeigen zwar einen Antikörper-Titer im Test, haben aber KEINE Leishmaniose.

 

Cutane Leishmaniose Link

 

Schleimhaut Leishmaniose Link

 

Innere Leishmaniose Link


Symptome: 

Die Symptome der Leishmaniose sind zahlreich und treten unterschiedlich häufig und nicht immer alle auf einmal auf. 

Es gibt unterschiedliche Leishmanioseformen (Innere L., Haut-L., Schleimhaut-L. )

Je früher die Symptome richtig erkannt und die Erreger nachgewiesen werden können(Bluttest), 

umso besser sind die Heilungschancen oder eine Verhinderung eines akuten Ausbruches der Erkrankung,

mit einer individuellen Therapie.,

bzw. kann eine gut abgestimmte Therapie das Leben des erkrankten Hundes erträglich machen


Es zeigen sich evt. schubweise, unspezifische Krankheitszeichen:
-Durchfall, schleichender Gewichtsverlust, Lahmheit, Trägheit, Appetitlosigkeit, Haarverlust (besonders um die Augen), 

Schuppenbildung, Hautwunden (oft nässend, meist kreisrund an Ohren, Kopf, Nase und den Beinen), Nasenbluten, 

"ausfransen" der Ohrränder mit Schuppenbildung, Lymphknotenschwellung, Augenveränderung, Anämie,

Leber-, Milz-, Nierenschädigung.

 

   Symptome-Link  


Diagnostik: 

Bluttest: Hier wird untersucht ob vom Körper Antikörper gebildet wurden und wie hoch dieser Anteil ist (Anti-körper-Titer). 

Je höher dieser Wert ist, umso deutlicher wird dass sich dieser Hund mit dem Erreger auseinandersetzt. 

Jedoch sind diese Tests immer von der jeweiligen Situation beeinflusst und daher nur bedingt aussagekräftig. 

Stress kann das Immunsystem durcheinander bringen, eine andere Infektion im Körper bringt das Immunsystem zum Arbeiten, 

oder ein Hund aus dem Süden setzt sich gerade mit dem Erreger auseinander und hat aber schon eine natürliche Abwehr, 

wird also nicht erkranken - doch all diese Faktoren können bei Tests zu falschen Ergebnissen führen. 

Auch so genannte Schnelltests, geben nur eine "Momentaufnahme" wieder.
Falls der Hund sonst keine Symptome aufzeigt, sollte der Test später wiederholt werden. Es kommt oft vor, 

dass sich die Titer-Werte verändern. So kann ein Hund einen mittleren Titer aufweisen und 1/2 Jahr später ist nichts 

mehr zu finden. Es gibt Tests die aufwendiger sind, dafür aber zuverlässiger. 

Sie werden mit standardisierten mediterranen Grundsubstanzen getestet. 

Genauere Nachweise werden über das Knochenmark und Lymphknoten gewonnen.

Bei Erkrankung des Hundes sollte immer auch ein großes Blutbild gemacht werden, 

um zu erkennen, ob Organe befallen sind!

 

Diagnostik Link


Behandlung/Therapie: 

Für den Hund stehen zahlreiche therapeutische Verfahren zur Verfügung, die individuell, je nach Erregerstamm, Konstitution, 

Alter und Hunderasse eingesetzt werden. 
Voraussetzung für Heilung ist Stärkung des Immunsystems des Hundes, kein Stress, Geborgenheit, ausgewogenes Futter. 

Wohlbefinden stärkt und stabilisiert das Immunsystem. 

Als pflanzliche Unterstützung zur Stärkung der Immunabwehr kann ECHINACEA kurweise gegeben werden.
Medikamentöse Präparate werden in Kombination, auf den jeweiligen Hund abgestimmt (Allopurinol, Amphotericin B, 

Antimon, Ketoconazol, Interferon, Oleyl-PC, u.a.) in Kombination mit  z.B. Levamisol .

Häufig werden Antibiotika zusätzlich gegeben, um Infektionen zu behandeln die aufgrund der Immunschwäche vermehrt 

auftreten können. Auch eine zusätzliche Homöopathische Therapie kann sinnvoll sein.
Die anfallenden Kosten sind stark abhängig von der jeweiligen Therapie.

Meist kann eine Leishmaniose nicht geheilt werden, die Symptome und Lebensqualität des Hundes jedoch

deutlich verbessert werden. 

 

Behandlung Link

 

 

Zusammenfassend kann gesagt werden, das Thema "Leishmaniose" sollte kein Hinderungsgrund sein 

einen Hund aus dem Süden zu adoptieren. Wichtig ist gut informiert zu sein. 

Zu beachten ist lediglich das Leishmaniose positive bzw. Leishmaniose erkrankte Hunde nicht bei Familien mit kleinen Kindern 

oder bei Menschen mit einer Immunschwäche untergebracht werden sollten.

 

Weiterer Link  zur     Leishmaniose

 

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Ehrlichiose (Rikettsiose)

 

Ursache: Übertragung auf Hund durch Zecken, die Erreger befallen die weißen Blutkörperchen und 

erzeugen eine Immunschwäche. Keine Übertragung auf Menschen.
Vorkommen: Mittelmeerländer, tropische und subtropische Gebiete, Mitteleuropa. 

Zunahme der Zeckenpopulation verbreitet auch die von ihnen übertragenen Krankheiten.
Prophylaxe: wirksames Anti-Zecken-Mittel
Erkrankung: Rikettsien kommen oft zusammen mit Babesien (Babesiose) vor und erzeugen Symptome mit ähnlichem Verlauf. 

Ein bis drei Wochen nach der Ansteckung kommt es zum Krankheitsausbruch. Je nach Konstitution 

und Stabilität des Immunsystems und nach Schwere der Erkrankung, kommt es zu einer Spontanheilung 

oder zur chronischen Erkrankung. Die Erkrankung kann in drei Phasen eingeteilt werden: akut, subklinisch und chronisch.
Symptome: akute Phase: Mattigkeit, Schwäche, Futterverweigerung. Manchmal treten Nasenbluten und punktförmige Blutungen 

auf den Schleimhäuten auf. subklinische Phase: kann Monate bis Jahre andauern, keine akuten Symptome, 

der Körper bekämpft die Erreger. Es kann zur Spontanheilung kommen oder zu einem Übergang in die chronische Phase, 

wenn der Organismus nicht stark genug ist, z.B. durch schlechte Lebensbedingungen, andere Erkrankungen. 

Folgen sind Knochenmarkschäden, chronische Blutarmut, evt. sind Hirnhäute betroffen mit Symptomen wie Muskelzuckungen, 

Krampfanfälle, eingeschränkte Beweglichkeit (v.a. Hinterläufe). Typisch für die chronische Phase sind erhöhte Blutungsneigung, 

Nasenblutung, punktförmige Blutungen auf den Schleimhäuten. Ev. Blutbeimengungen in Kot und Urin, Fieber, Abmagerung.
Diagnostik: Direkter Nachweis schwierig. Indirekter Nachweis über Bluttest zur Bestimmung des Titers (Antikörpernachweis). 

Diese lassen sich erst ca. 20 Tage nach der Infektion nachweisen. Es kann auch einen Titer Nachweis im Bluttest 

geben bei symptomfreien Hunden, es ist möglich das ein Hund eine Infektion schon erfolgreich überstanden hat 

und Antikörper gebildet hat, oder der Hund ist in einer latenten Phase der Erkrankung und durch gute Lebensumstände, 

stabile Konstitution und Immunsystem, aus eigener Kraft eine Heilung erfolgt.
Behandlung/Therapie: Eingabe von Antibabesienmittel oder Antibiotika, Schonung, leichte Nahrung

 

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Babesiose (Piroplasmose)

 

Ursache: Übertragung auf Hund durch Zecken, die Erreger befallen die roten Blutkörperchen und erzeugen Blutarmut. 

Keine Übertragung auf Menschen.
Vorkommen: Mitteleuropa, Norditalien, Südschweiz, tropische und subtropische Länder
Prophylaxe: wirksames Anti-Zecken-Mittel, vorbeugende Impfung (Schutz für 6 Wochen) kann nur schwere Fälle 

mit tödlichem Verlauf verhindern. Erkrankung kann trotz Impfung auftreten.
Erkrankung: 10 - 20 Tage nach Ansteckung zeigen sich Symptome. 

Vermehrter Abbau der roten Blutkörperchen durch Erreger führt zu einer Unterversorgung 

des Organismus mit Sauerstoff. Bis zum Tod.
Symptome: Mattigkeit, Schwäche, hohes Fieber in Schüben, blasse Schleimhäute, dunkler Urin, Gelbsucht
Diagnostik: Bluttest
Behandlung/Therapie: Antibabesienmittel, Schonung, leichte Nahrung

 

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Herzwürmer

 

Ursache: Übertragung durch Stechmücken, die ihre Larven ablegen, die sich dann zu Würmern entwickeln. 

Keine Übertragung auf Menschen.
Vorkommen: Mittelmeerraum, Sumpfgebiete Mittel- und Nordamerikas
Prophylaxe: Entwurmungstabletten 1 x monatlich
Erkrankung: Die Würmer werden ca. 1mm dick und bis 25 cm lang, verbleiben in der rechten Herzvorkammer 

und den ableitenden Lungenarterien. Erhebliche Lungen- und Herzbeschwerden sind die Folge.
Symptome: Leistungsabfall, Husten, Herz- und Kreislaufprobleme, Lungenstau, Atmung und Puls beschleunigt
Diagnostik: Bluttest, Kotproben, Ultraschall von Herz und Lunge
Behandlung/Therapie: Gegen ausgewachsenen Würmer kann der Tierarzt ein Arsenpräparat spritzen. 

Je nach Befall und Schädigung der Organe ist die Therapie erfolgreich oder nicht.

 

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Leptospirose    GEFAHR im Frühsommer durch trinken aus Pfützen !!!!!

Leptospirose ist eine ansteckende bakterielle Infektion bei Hunden. Sie kann lebensbedrohlich sein.

Die meisten Hunde werden gegen diese Erkrankung regelmäßig geimpft.

Leider ist auch der geimpfte Hund nicht vollständig gegen die Erkrankung geschützt.

Dies resultiert im Wesentlichen daraus, dass es mehrere Unterarten der so genannten Leptospiren gibt.

Die momentan in Deutschland eingesetzte Impfung schützt nur gegen zwei der Unterarten.

Die Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren sowie über Kontaminationen von Erde und Wasser.

Der Erreger überlebt vor allem in warmem Wasser (z.B. Pfützen im Frühsommer).

Welches sind die Symptome der Leptospirose ? 

Die meisten Hunde entwickeln akute Nieren- und häufig auch  Leberfunktionsstörungen.

Typische Symptome sind:

·                  Fieber

·                  Steifer Gang / Muskelschmerzen

·                  Erbrechen

·                  Durchfall

·                  Appetitlosigkeit

·                  Gelbverfärbung der Schleimhäute

Einige Hunde erkranken nur leicht. Andere zeigen gar keine Symptome sondern scheiden die Leptospiren lediglich mit ihrem Urin aus,

sind also für andere Hunde ansteckend. Diese Hunde können eine chronische Nierenerkrankung entwickeln,

die erst später offensichtlich wird.


Wie wird die Leptospirose diagnostiziert ?

Die frühzeitige Erkennung und Behandlung der Leptospirose ist sehr wichtig.

Die Diagnose wird über Blut- und Urinuntersuchungen gestellt. In vielen Fällen muss die Untersuchung 2 – 4 Wochen später wiederholt

werden, um ein eindeutiges Ergebnis zu erhalten. Selbstverständlich wird bereits auf das Ergebnis des ersten Tests hin behandelt,

auch wenn dies nicht eindeutig ist.

  Bei einem Leptospirose-Verdacht sollte neben der Blutuntersuchung auch eine Urinuntersuchung erfolgen.

Neben den Blut- und Harnuntersuchungen werden Röntgen- und Ultraschalluntersuchungen durchgeführt, um andere

oder gleichzeitig bestehende Erkrankungen auszuschliessen.
 

Wie wird die Leptospirose behandelt ?

Eine frühzeitige Therapie mit gegen Leptospiren wirksamen Antibiotika ist wichtig, um die Erkrankungsdauer und die möglichen Folgen

für Niere und Leber zu reduzieren. In vielen Fällen sind Flüssigkeitsinfusionen und unterstützende Medikamente notwendig.

Bei sehr schwerem Nierenversagen kann eine Dialyse lebensrettend sein. Diese kann über die Bauchhöhle (Peritonealdialyse)

oder über das Blut (Hämodialyse) erfolgen. Die Hämodialyse ist leider kaum verfügbar.


Wie ist die Prognose ?

Die Prognose ist sehr variabel. Sie hängt von Stadium und Schwere der Erkrankung ab. In vielen Fällen regenerieren sich Nieren- und Leberfunktionsstörungen innerhalb von Wochen bis Monaten.


Wie kann eine Leptospirose verhindert werden ?

Obwohl die momentan in Deutschland erhältlichen Impfungen keinen vollständigen Schutz vor der Leptospirose mit all ihren Unterarten

bieten, sollte trotzdem auf eine regelmäßige Impfprophylaxe geachtet werden.  Als weitere Vorsichtsmaßnahme sollten Hunde

insbesondere in den wärmeren Jahreszeiten nicht aus Pfützen trinken. Es ist ratsam den Kontakt mit infizierten Hunden oder solchen,

die sich gerade von der Erkrankung erholt haben, zu vermeiden.


Welche Gefahr besteht für den Menschen ?
 

Die Leptospirose kann auch auf den Menschen übertragen werden. Dies erfolgt sowohl über direkten Kontakt mit infizierten Tieren

als auch über Gegenstände, die mit Leptospiren verseucht sind. Die Symptome sind sehr variabel.

Sie reichen von leichten Grippe-ähnlichen Problemen bis hin zu schweren Leber-, Gehirn-, Nieren- und Lungenschäden.

Das Risiko der Übertragung der Leptospirose auf den Menschen kann durch gewissenhaft durchgeführte Hygienemaßnahmen

beim Umgang mit einem infizierten Tier (Handschuhe, Kittel, Händedesinfektion) minimiert werden. Kleine Kinder, Schwangere und immunsupprimierte Menschen sollten den Kontakt mit einem an der Leptospirose erkrankten Tier vermeiden.

 

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Anaplasmose    ( Quelle:  Nothilfe für Polarhunde)

Verursacher dieser Erkrankung ist ein Bakterium, Anaplasma phagozytophilum, das beim Biss der heimischen Zecke

(Gemeiner Holzbock, Ixodes ricinus) über deren Speichel in die Blutbahn des Hundes eindringt.

Derzeit gehen die Wissenschaftler auf Grund ihrer Erhebungen davon aus, dass zwischen zwei und fünf Prozent

der Holzbock-Population in Deutschland mit dem Bakterium infiziert ist, regional wurden stellenweise noch höhere

Durchseuchungsraten von bis zu 9 Prozent gefunden.
Obwohl der Holzbock in allen Regionen zwischen dem 40. und 60. Breitengrad (also ganz grob Schweden, Dänemark,

Norwegen bis Frankreich, Nordspanien und Norditalien) lebt und die Gefahr einer Anaplasmose-Infektion für einen Hund

somit durchaus gegeben ist, ist diese Erkrankung vielen Menschen weit weniger bekannt als die Ehrlichiose,

deren Endemiegebiet in den tropischen und subtropischen Gebieten südlich des 45. Breitengrades (Asien, Afrika, Mittelmeerländer)

zu finden ist. Vielleicht liegt dies darin begründet, dass der Erreger der Anaplasmose früher zu den Ehrlichien gezählt wurde

(damals benannt als Ehrlichia phagozytophila) und die hervorgerufene Erkrankung als granulozytäre Ehrlichiose bezeichnet wurde.

Es handelt sich aber um eine eigenständige Erkrankung, Ehrlichiose und Anaplasmose werden von unterschiedlichen Bakterien

verursacht, die zwar beide über den Zwischenwirt Zecke auf den Hund übertragen werden, jedoch bei unterschiedlichen Zeckenarten

(Ehrlichien werden von der braunen Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) übertragen) und unterschiedlichen

geographischen Gebieten zu finden sind.

Einmal in den Hundekörper eingedrungen, befällt Anaplasma phagozytophilum die Granulozyten, spezielle weiße Blutkörperchen,

die für die Immunabwehr des Körpers von Bedeutung sind und zerstört diese letztendlich. Zunächst aber gelangt das Bakterium mit den Granulozyten über die Blutbahn in den gesamten Körper. Dabei setzt es sich auch an der Wand von Blutgefässen verschiedener Organe wie Leber, Nieren, Lunge und Hirnhäuten fest. Die Inkubationszeit, also die Zeit die zwischen dem Eintritt des Bakteriums in den Körper

und dem Auftreten von Symptomen verstreicht, ist nicht ganz genau bekannt, manche Quellen nennen einen Zeitraum von 4 – 18 Tagen.

“. Reagiert das Immunsystem des Hundes auf den „Eindringling, so zeigen sich in dieser ersten akuten Phase der Erkrankung

Symptome ganz unterschiedlicher Art. Das Allgemeinbefinden des betroffenen Hundes ist reduziert, häufig tritt über einen Zeitraum

von 3- 5 Tagen hohes Fieber auf, das Tier verliert an Gewicht, leidet oft unter Erbrechen und Atembeschwerden (Luftnot),

beobachtet wurden mitunter Augen- und Nasenfluss. Auftreten können akute oder chronische Vergrößerung der Milz (Splenomegalie)

und abnorme Vergrößerung der Leber (Hepatomegalie), krankhaften Schwellungen von Lymphknoten (Lymphadenopathie),

Gliedmaßenödeme und Entzündungen der Gelenke (Polyarthritis). Sind die Hirnhäute befallen, treten auch neurologische Symptome

in Folge entzündlicher Veränderungen (oder Hirnblutungen) auf, beispielsweise Bewegungs- und Bewusstseinsstörungen.

Im Blutbild zeigt sich häufig Blutarmut (Anämie), eine Abnahme der Blutplättchen und Störungen des Proteingehalts,

Milz- und Lebervergrößerung führen ebenfalls zu Veränderungen des Blutbildes. Sind die Nieren betroffen,

kann im Urin meist Protein und Blut nachgewiesen werden.
Nach dieser ersten Phase kann der Hund völlig gesund erscheinen, den Erreger aber weiterhin in sich tragen, eine subklinische Phase

also. Dem Immunsystem mancher Hunde gelingt es, den Erreger vollständig auszuschalten. Wesentlich häufiger allerdings ist

der Erreger nur in einer Art „Ruhezustand“, der häufig dadurch beendet wird, dass das Immunsystem des Hundes auf

irgendeine Weise geschwächt wird (durch Hunger, Kälte, schlechte Haltungsbedingungen, Stress, andere Infektionskrankheiten usw.).

Wird der Erreger so erneut aktiv, spricht man von der chronischen Phase, bei der sich erneut Symptome zeigen,

allerdings bestehen bleiben, dies gilt insbesondere für die Gelenkentzündungen und -schwellungen, die meist wechselnde Lahmheiten

verursachen.

Anaplasmose kann sehr gut behandelt werden, ist aber nicht in allen Fällen heilbar, wie die Vergangenheit zeigte.

Möglicherweise befinden sich Reste des Bakteriums noch im Knochenmark, wo sie besonders schlecht medikamentös

erreicht werden können. Es müssen aber bei einem weiterhin infizierten Tier nicht zwingend nach einer Behandlung

weitere Schübe folgen.
Die Behandlung selbst erfolgt mit Antibiotika, in der Regel verabreicht über einen Zeitraum von 4 Wochen, aber auch länger möglich.

Als sehr wirksam gilt bislang die Gruppe der Doxycycline, vor allem der Wirkstoff Doxycyclinhyclat (das Hyclat bewirkt einen

besonders gleichmäßigen Tagesspiegel der Substanz im Körper). In schweren Fällen können Gaben von immunsupprimierendem

(das Abwehrsystem des Körpers schwächenden) Prednisolon (Cortison) erforderlich sein, auch Bluttransfusionen sind

unterstützend hilfreich.
Um schnell eine Therapiekontrolle zu haben, kann wiederholt die Thrombozytenzahl überprüft werden, die Diagnose und

Verlaufskontrolle erfolgt durch andere Labortests.
Bei einer frischen Infektion mit Anaplasma phagozytophilum ist ein Test auf Antiköper negativ (Antikörper können erst etwa

einen Monat nach erfolgter Ansteckung nachgewiesen werden). Die mikroskopische Untersuchung eines speziell eingefärbten

Blutausstrichs kann die Anaplasmen als Einschlüsse (Einlagerungen) in den befallenen Zellen darstellen.

Weitaus zuverlässiger ist der direkte Erregernachweis durch PCR, denn hierbei wird nach DNA der Erreger im Untersuchungsgut

(Blut, Lymphknotenpunktat) gesucht.
Bei einer vermuteten, eventuell länger bestehenden Infektion kann ein Antikörper-Test durchgeführt werden.

Der hierbei gewonnene Titer-Wert (< 1:50 negativ, 1:50 – 1:100 schwach positiv, > als 1:100 positiv) hat eingeschränkte Aussagekraft,

da immer bedacht werden muss, dass Antikörper auch noch lange nach einer Eliminierung von Erregern im Blut nachweisbar sind.

Auch hier sind die Ergebnisse der PCR-Untersuchung aussagefähiger, eine 100 % Sicherheit gibt es aber bei keinem Verfahren.

Bei positiv getesteten Hunden sollten mögliche Doppelinfektionen (z.B. Borrelien, Mykoplasmen) abgeklärt werden.
Zur Verlaufskontrolle einer Erkrankung ist die Bestimmung des Titer-Wertes von Nutzen.
Bei Welpen ist zu beachten, dass diese Antikörper über die Plazenta des Muttertieres erhalten können.

In diesem Fall sind die gemessenen Titer niedrig und im Alter von etwa sechs Monaten gen Null gesunken.

Die einzig mögliche Prophylaxe vor einer Anaplasmose-Erkrankung liegt darin, möglichst den Stich / Biss des Holzbocks zu vermeiden.

Dieser ist ab einer Temperatur von ca. zehn Grad Außentemperatur aktiv, kann also auch an milden Wintertagen angetroffen werden.

Ixodes ricinus kommt hauptsächlich in Wäldern und Waldrandbereichen vor, je nach Luftfeuchtigkeit wandern die Zecken in

eine Höhe von bis zu einem Meter über dem Boden. Hunde streifen die adulten Zecken häufig von der Spitze eines Grashalmes ab.
Das Absammeln der Zecken nach einem Spaziergang ist zwar sinnvoll, aber als alleinige Maßnahme gegen Zecken nicht wirklich

wirkungsvoll, beim dichten Fell eines Nordischen sowieso eine schwer wirklich umfassend durchzuführende Maßnahme.

Effektiven Schutz bieten spot-on-Präparate oder alternativ Halsbänder mit einer Zweifachwirkung.

Der häufig verwendete Wirkstoff ist Permethrin. Die hochprozentigen Permethrinpräparate werden an ein oder zwei Punkten

des Hundes aufgetragen und verteilen sich über den ganzen Körper. Sie sind nicht wasser- sondern fettlöslich,

gelegentliches Schwimmen oder Regen vermindert die Wirkung also nicht und sie schützen den Hund zum einen durch ihre

abschreckende Wirkung (Repellenteffekt, Zecken meiden ein so behandeltes Tier), zum anderen durch ihre abtötende

(akarizide)Wirkung.

 


Weitere Links:

 

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